Vom Bau bis heute: Ein kurzer Überblick
Die Orgel – ein Juwel im Dornröschenschlaf
Das besondere Herzstück der Kirche Mariä Himmelfahrt ist ihre historische Orgel, ein Instrument mit großer Geschichte und klanglichem Wert.
Sie geht auf die Orgel des Würzburger Meisters Balthasar Schlimbach (1872) zurück – ein Instrument von überregionaler Bedeutung, dessen Pfeifenmaterial bis heute erhalten geblieben ist.
Sie geht auf die Orgel des Würzburger Meisters Balthasar Schlimbach (1872) zurück – ein Instrument von überregionaler Bedeutung, dessen Pfeifenmaterial bis heute erhalten geblieben ist.
Trotz ihres derzeit kritischen technischen Zustands – das Instrument ist überaltert – birgt es einen unschätzbaren kulturellen Schatz. Die originalen Windladen, Pfeifen und das charakteristische Klangfundament machen sie zu einer klanglichen Perle, die nach fachgerechter Restaurierung wieder in vollem Glanz erstrahlen kann.
Eine Reorganisation und Restaurierung der Schlimbach-Orgel würde nicht nur den historischen Wert des Instruments sichern, sondern auch das musikalische Profil der Kirche entscheidend prägen – als tragendes Klangfundament der Kirche Mariä Himmelfahrt.
Unsere Orgel – Geschichte und Bedeutung
- 1872: Bau der Orgel durch Balthasar Schlimbach (Würzburg) – ursprüngliche Aufstellung mittig auf der Empore vor dem heutigen Glasdurchgang zur Turmkammer.
- 1934 und 1957: Erweiterungen und Umbauten.
- 1967: Versetzung und Umgestaltung in die heutige Form.
Trotz der vielen Eingriffe blieb ein Großteil des ursprünglichen Pfeifenmaterials erhalten – ein seltener Glücksfall!
Heute ist das Instrument nicht nur ein Klangkörper, sondern ein Stück kulturelles Erbe, das von Generationen gepflegt wurde.
Die Restaurierung bedeutet:
- Bewahrung von Tradition
- Respekt vor handwerklicher Orgelbaukunst
- Beitrag zum kulturellen Leben unserer Stadt
Manuale, Pedal und Besonderheiten
Die Disposition gliedert sich in zwei Manuale und Pedal. Die Struktur ist klassisch disponiert und ermöglicht sowohl liturgisches Begleiten als auch konzertante Literatur.
I. Manual (Hauptwerk): Prinzipal 8’, Gedackt 8’, Oktave 4’, Rohrflöte 4’, Quinte 2 2/3’, Superoktave 2’, Mixtur, Trompete 8’
II. Manual (Schwellwerk): Salicional 8’, Vox coelestis 8’, Flauto dolce 4’, Nasard 2 2/3’, Terz 1 3/5’, Oboe 8’
Pedal: Subbass 16’, Prinzipalbass 8’, Choralbass 4’, Posaune 16’
Besonderheiten: Manualkoppeln I/II, I/P, II/P; Schwellkasten im II. Manual; ausgewogene Mensuren für tragfähigen, dennoch warmen Gesamtklang.
I. Manual (Hauptwerk): Prinzipal 8’, Gedackt 8’, Oktave 4’, Rohrflöte 4’, Quinte 2 2/3’, Superoktave 2’, Mixtur, Trompete 8’
II. Manual (Schwellwerk): Salicional 8’, Vox coelestis 8’, Flauto dolce 4’, Nasard 2 2/3’, Terz 1 3/5’, Oboe 8’
Pedal: Subbass 16’, Prinzipalbass 8’, Choralbass 4’, Posaune 16’
Besonderheiten: Manualkoppeln I/II, I/P, II/P; Schwellkasten im II. Manual; ausgewogene Mensuren für tragfähigen, dennoch warmen Gesamtklang.
Trakturen, Wind und Pfeifenwerk
Die Spieltraktur ist primär mechanisch ausgeführt und sorgt für direkte Ansprache und differenziertes Spielgefühl; Registertraktur teils mechanisch, teils elektrisch für zuverlässige Schaltvorgänge. Die Windanlage basiert auf einem Hauptbalg mit nachgeschalteten Magazinbälgen; der Winddruck ist moderat dimensioniert und unterstützt eine singende, nie aufdringliche Tongebung.
Das Pfeifenwerk besteht aus einer Mischung von Zinn-Blei-Legierungen und ausgewähltem Holz (Gedackt, Subbass u. a.). Mensuren und Aufschnitte folgen historischen Vorbildern der Bauzeit, spätere Änderungen wurden sorgfältig revidiert. Wartungsfreundliche Zugänglichkeit von Pfeifen, Windladen und Spieltisch ist gegeben.
Das Pfeifenwerk besteht aus einer Mischung von Zinn-Blei-Legierungen und ausgewähltem Holz (Gedackt, Subbass u. a.). Mensuren und Aufschnitte folgen historischen Vorbildern der Bauzeit, spätere Änderungen wurden sorgfältig revidiert. Wartungsfreundliche Zugänglichkeit von Pfeifen, Windladen und Spieltisch ist gegeben.
Charakter, Raum und Hörerlebnis
Der Gesamtklang verbindet Klarheit der Linien mit einer warmen Basis. Das Hauptwerk trägt die Gemeinde sicher, während das Schwellwerk farbige Nuancen bis hin zu zarten Schwebungen bietet. Im Pedal sorgt das Fundament für Stabilität ohne zu dominieren.
Die Akustik der Kirche mit mittlerer bis langen Nachhallzeiten lässt polyphone Musik plastisch erscheinen und unterstützt cantables Spiel. Für das beste Hörerlebnis empfehlen sich Plätze im Mittelschiff; im Chorraum treten Solostimmen präsenter hervor.
Die Akustik der Kirche mit mittlerer bis langen Nachhallzeiten lässt polyphone Musik plastisch erscheinen und unterstützt cantables Spiel. Für das beste Hörerlebnis empfehlen sich Plätze im Mittelschiff; im Chorraum treten Solostimmen präsenter hervor.
Kurzüberblick und weiterführende Unterlagen
Kurzdaten: 2 Manuale, Pedal; mechanische Spieltraktur, kombinierte Registertraktur; 24 Register; Schwellwerk; Prospekt im Stil des 19. Jahrhunderts. Detaillierte technische Datenblätter, Dispositionslisten und Pläne stehen als Download bereit.
Hinweis: Ausführliche Dokumente finden Sie auf der Seite „Satzung & Downloads“.
Hinweis: Ausführliche Dokumente finden Sie auf der Seite „Satzung & Downloads“.